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24.07.2026
06:02 Uhr
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Mit Raging Bull setzte Scorsese 1980 einen Kontrapunkt zu Hollywoods heroischen Biopics. Erringt die 4K-Restauration einen Sieg, oder geht sie technisch k. o.?

Biopics sind wieder en vogue: Gerade hat „Michael“ mit über einer Milliarde US-Dollar Umsatz Christopher Nolans „Oppenheimer“ als erfolgreichste Filmbiografie abgelöst, da macht sich mit „I Play Rocky“ bereits die Aufstiegsgeschichte des jungen Sylvester Stallone warm. Als 1976 das Original in die Kinos kam, erzählte es nicht nur vom märchenhaften Aufstieg eines Außenseiters, sondern machte auch Stallone über Nacht berühmt. Der amerikanische Traum schien plötzlich wahr geworden.
Dass es in der Realität selten so glatt läuft, zeigte Martin Scorsese vier Jahre später mit Raging Bull (Wie ein wilder Stier). Seine fast vollständig in Schwarzweiß gedrehte Charakterstudie über den Boxer Jake LaMotta sperrte sich gegen jede Heroisierung. Stattdessen zeigte sie, wie LaMottas Gewalttätigkeit, Eifersucht und gekränkte Männlichkeit trotz seiner Erfolge im Ring ihn selbst und seine Familie zugrunde richten.
Am 3. September bringt Capelight den Film erstmals in Deutschland auf Ultra HD Blu-ray (UHD) in den Handel, inklusive einer neu gemasterten Blu-ray Disc. Wir konnten die neuen Scheiben vorab mit der bisherigen Blu-ray Disc und der Streamingversion vergleichen. Bevor wir ab Seite 3 auf die Technik eingehen, betrachten wir jedoch die Umstände, unter denen Martin Scorsese alles auf eine Karte setzte und dem aufkommenden Blockbusterkino einen linken Haken versetzte, der einen bis heute nach Luft schnappen lässt.